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Kunststoffe in unserer Nahrungskette – eine verdrängte Bedrohung


Vor fast zwanzig Jahren hatte ich überlegt, ein Buch zu schreiben über die Kunststoffe im täglichen Leben. Aber ich  bin nicht pingelig genug, um all die wissenschaftlichen Grundlagen so zusammen zu tragen und aufzubereiten, dass der Laie eine Freude daran hätte – und das Ganze auch verstehen könnte. Hans Ulrich Grimm hat das mit seinen Büchern, z.B. „Die Suppe lügt“ usw. bezüglich der E-Stoffe in der modernen Nahrung, sehr schön gemacht.

Was an Kunststoffen in der Nahrungskette so interessant ist? Warum man darüber schreiben sollte?

Weil uns Kunststoffe mit ihren Ausdünstungen, aber auch möglicherweise mit ihrem Abrieb, zunehmend chronisch krank und unfruchtbar machen! Weil Kunststoffe die Meere verseuchen und die Fische vergiften! Weil durch Kunststoffe zunehmend unsere Lebensgrundlagen zerstört werden können! Weil Kunststofftapeten Asthma eben so verursachen können wie Depressionen!

Milchprodukte als Beispiel

Beispielhaft möchte ich Ihnen den Weg der Milch, wie sie heute erzeugt / verarbeitet wird und zu uns als Verbraucher kommt, erläutern.

Sicherlich haben Sie im Spätsommer nach der Heuernte oft die großen Ballen in weißer oder farbiger Folie auf den Feldern gesehen. Sicherlich haben Sie davon gehört, dass das Melken heute unter Kontrolle nur eines Helfers vollautomatisch erfolgt. Vielleicht wissen Sie auch, dass frische Milch zusammen geschüttet oft einige Tage auf dem Erzeugerbetrieb gekühlt gelagert wird, bevor sie zur Weiterverarbeitung als Frischmilch in die Molkerei kommt.

Aus dem Gartencenter kennen Sie die Düngemittelsäcke, die in eben dieser Form auch als Milchpulversäcke für die Kälberaufzucht, aber auch als Säcke für Mineralstoffe etc. für die Milchviehfütterung oder bei der Hähnchenmast zum Einsatz kommen – wenn nicht gleich in kunststoffbeschichteten Großtransportern für Siloanlagen – beschichtet oder vollständig aus Kunststoff – angeliefert wird.

Sicher können Sie sich vorstellen, dass bei der Verarbeitung der Milch in der Molkerei viele Transporte in Rohrleitungen notwendig sind, um aus Milch Sahne abzusondern, Voll- und Magermilch oder Pulver daraus herzustellen, Joghurt oder Käse zu verarbeiten und das Ganze immer wieder zu lagern. Nicht zuletzt in den Handel kommen viele dieser Produkte in Kunststoffschläuchen, in Kunststoffe eingeschweißt, in „veredelten“ Papiertüten oder in Kunststoffbechern. Selbst wenn Molkereiprodukte in Gläsern zu Ihnen kommen, haben sie Twist-off-Deckel mit einer Kunststoffbeschichtung als Dichtung – wie auch jede Glaswasserflasche hochwertigen deutschen Mineralbrunnens – oder auch Aldi-Ware.

Nicht zuletzt das Schneiden von Käse beim Verkauf erfolgt gemäß EU-Anweisung aus „hygienischen Gründen“ auf Kunststoffplatten. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass nichts hygienischer ist als Schneidebretter aus Vollholz – weil sie natürliche, für den Menschen ungefährliche Antibiotika zur Hemmung des Bakterienwachstums abgeben, bei jedem Schnitt! Der Käse muss anschließend in Kunststofffolie mit derselben EU-Begründung verpackt werden. – Und die allermeisten Verbraucher packen diese Folienpackungen zu Hause in tupperähnliche Gefäße, auf die es eine lebenslange Garantie gegen Bruch gibt – aber nicht für Ihre Gesundheit! Vielleicht essen Sie diesen Käse ja noch bei „Mc-Wie auch immer“ gratiniert von „Plastegeschirr“, um sich dort die letzten höheren Weihen unserer Plastikwelt zu holen?

Auf allen dargestellten Stufen und darüber hinaus werden Kunststoffe in vielfältiger Form eingesetzt. Dabei handelt es sich um z.T. sehr unterschiedliche chemische Ausgangsstoffe, so dass der Fachmann monieren wird, dass man diese Materialien nicht so einfach miteinander vergleichen könne. Stimmt! Aber für den Verbraucher ist es völlig unerheblich, wie der jeweilige Weichmacher heißt, der dem Kunststoff als fettlösliche Substanz entweicht. – Ob aus der PET-Trinkflasche sogar in Mineralwasser, ob aus Plastikgeschirr oder enthalten im Babybrei aus den Twist-off-gläsern bekannter Marken.

Welche chemische Verbindung im menschlichen Körper welche Wechselwirkungen oder  Blockaden z.B. im Hormonsystem nach sich zieht, weiß wegen der Fülle der Substanzen heute kein Mensch. Dass z.B. die große Gruppe der Phtalate hormonähnliche Wirkungen im tierischen wie menschlichen Körper entfalten, ist heute bei Fachleuten völlig unstrittig.

Diese Zusammenhänge wurden im NDR Fernsehen in anschaulicher Weise kürzlich dargestellt – natürlich erst spät abends, damit kaum ein im Arbeitsprozess stehender Verbraucher die Zeit hat, derart wichtige Informationen aufzunehmen – und sein eigenes Verhalten zu hinterfragen bzw. ändern!

Und was können Sie tun?

Sie könnten sich erinnern an alte Gewohnheiten.

Das gute alte Pergamentpapier zum Einpacken von Brot, Wurst etc. gibt es immer noch.

Eine Brotdose hat ihren Namen nicht zu unrecht – sie war eine Dose, und die war definitionsgemäß meist aus Metall wie Aluminium oder Edelstahl.

Sie können in Glas, sogar in Einweckgläsern mit Gummiring, im Kühlschrank einlagern.

Sie können auch eleganter aus den Kaufhäusern neue Produkte aus Glas, Metall oder Steingut und Porzellan einsetzen, um die Belastung Ihrer Lebensmittel durch Kunststoffe zu minimieren. Jeder vermiedene Kunststoffkontakt Ihrer Nahrung ist ein kleiner Schritt hin zu mehr Gesundheit.

Sie könnten schleunigst Ihre eventuell schon lange klebenden Vinyl-Kunststofftapeten durch Papier oder Raufaser zu ersetzen – mit Kleber- und Herstellungsmarkierung Blauer Engel. Es ist darunter zwar nicht alles darunter super, aber vieles ist gesundheitlich eindeutig besser!

Und Sie können versuchen, die vielfältigen Giftstoffe auszuleiten. Dazu braucht Ihr Körper sehr reichlich Wasser als wichtigstes Lösungsmittel, dazu viele Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und Omega-Fettsäuren. Daß zusätzlich zur Entgiftung und Ausleitung eingenommene Vitamine besonders rein, d.h. hypoallergen sein sollten, versteht sich von selbst – oder?

Zum Abschluss eine nette Geschichte aus meiner Praxis

Vor mehr als 15 Jahren hatte ich im Zusammenhang mit Umwelterkrankungen wie MCS und Fatigue – Müdigkeit – einen kritischen Leserbrief an die Ärztezeitung geschrieben, der auch veröffentlich wurde. Neben meiner Kritik an beschichteten Pfannen – alle Beschichtungen an Pfannen oder Backblechen sind meines Erachtens mehr oder minder krankmachend! – hatte ich aus guten Gründen auf die Gesundheitsgefährdung durch Tupperware-Produkte hingewiesen.

Wenige Tage später erreichte mich ein Anruf aus dem Hause Tupper-Europazentrale: Entweder ich zöge sofort dieses Statement zurück, oder mir drohe eine Klage auf Schadenersatz. Im Gespräch sei ein Streitwert zwischen 1-10 Millionen DM. Dies Telefonat erreichte mich während der Sprechstunde in meiner Praxis – und hat mich selbstredend zunächst sehr verunsichert. Wegen des neben mir sitzenden alten Mütterchens hatte ich weder die Zeit noch die Intention zu einer sofortigen Diskussion. Also schlug ich einen erneuten Anruf für den gleichen Abend vor. Um 19.00 Uhr hatte ich also wieder einen Vertreter von Tupper-Europa am Telefon. Zunächst versuchte ich Ausflüchte dahingehend, dass ich ja gar nicht wüsste, ob die Ärztezeitung diesen Widerruf überhaupt abdrucken würde. Daraufhin wurde  mir erklärt, dass ein ausgefertigter Widerruf auf dem Fax läge, den ich nur noch unterschrieben vor 21.00 Uhr an die vermerkte Fax-Nr. der Ärztezeitung senden sollte, um die Sache zu erledigen.

Am Nachmittag hatte ich Zeit gehabt, mir genau zu überlegen, aufgrund welcher eigenen Erkenntnisse ich diesen Hinweis in den Artikel aufgenommen hatte. Diese Erkenntnisse aus chronischen Krankheitsgeschichten waren am Abend noch genau so richtig wie zum Zeitpunkt der Abfassung des Artikels. Also verweigerte ich konsequent die geforderte Unterschrift mit dem abschließenden Hinweis: „Ich freue mich schon auf die Schlagzeile: David gegen Goliath! im Rahmen der deutschen Prozessberichterstattung. Wie Sie aus meinen Ausführungen sowohl in dem kritisierten Text als auch aus dem jetzigen, umfangreichen Telefonat entnehmen können, stehen Sie mit Ihren Produkten nach meinen Erfahrungen unter anderem im Verdacht, bei einer großen Zahl von Paaren für deren Infertilität verantwortlich zu sein. Die Schadenssummen in den USA bei dortigen Folgeprozessen können Sie sich sicherlich vorstellen.“

Etwa sechs Monate später sagte sich der Europadirektor von Tupper aus Brüssel in meiner Praxis an. Ein Chemiker im gesetzten Alter, der demnächst zufällig in Hamburg zu tun hatte und gern einmal persönlich mit mir über die zugrunde liegenden Zusammenhänge diskutieren wollte. Als wir einen Termin abgestimmt hatten, kam wenige Tage später ein Anruf mit der Frage, ob ich auch einige Produkte bei dem Meeting untersuchen könne? – Und wenn ja, was ich dazu benötige. Zur Untersuchung schlug ich jeweils „3 Skatblätter“ des zu untersuchenden Materials vor. Hintergrund war meine Untersuchungstechnik mit der Applied Kinesiology – AK. Dabei wird mittels Muskeltest die Frage geklärt, ob ein Stoff verträglich oder belastend ist – oder auch ob der vom Ober empfohlene „gute Wein“ einen dicken Kopf macht, weil er chemisch ordentlich geschönt wurde.

Bei meiner Untersuchung der Kunststoffe würden jeweils zwischen 2 Blättern einige Tropfen Nachtkerzenöl als hochsensible Mischung ungesättigter Omega-Fettsäuren eingebracht werden, die in ca. 30-45 Minuten Weichmacher aus den Platten herauslösen würden – wenn sie im Kunststoff enthalten und fettlöslich wären. Der gleiche Prozess passiert täglich mit Ihrer Butter, mit fettreichem Käse oder Wurst in derartigen Kunststoffboxen.

Der Chemiker war ein netter Zeitgenosse, mit dem ich nach Beschickung der mitgebrachten 8 verschiedenen Kunststoffmaterialien über meine Arbeit, meine Herkunft aus einer alten ostfriesischen Knochenbrecherfamilie, über die AK als Testverfahren und über die Frage der Sicherheit bzw. der Zuverlässigkeit der Testergebnisse ca. eine Stunde angenehm diskutierte.

Dann wollte ich meinen Sohn als Medium zum Testen in die Praxis holen. Hier merkte mein Gast an, dass ich doch im Gespräch wie in meinen Texten wiederholt beschrieben hätte, ich könne mit der AK immer und überall und an jedem testen – was einige andere AK-Therapeuten wohl anders sähen. Ob ich vor diesen Aussagen nicht jetzt direkt an ihm die Untersuchungen vornehmen könne.

Also untersuchte ich alle 8 Materialien mit AK am wissenschaftlich geprägten Chemiker. Zunächst den Leerwert, d.h. einzelne Blätter ohne Öl werden jeweils in die Hand genommen und dann ein Muskeltest durchgeführt. Alle 8 Leerwerte waren o.B., d.h. keines der Materialien war für den Probanden belastend!

Dann wurden die Ölproben getestet: 5 Proben zeigten ganz klar eine Belastung an, eine Probe war „wackelig“, zwei Proben waren auch mit Öl o.B. „Wackelig“ gibt es nicht in der AK, also machte ich eine Folgetest an meinem Sohn mit dem folgenden Ergebnis: Leerwerte alle o.B, 5 plus 1x wackelig waren belastend, die zwei auch im ersten Test gut testenden Substrate waren auch im zweiten Durchgang o.B.

Im Reisegepäck meines Gastes befanden sich dicke Ringordner mit Ausdrucken chemischer und gaschromatografischer Analysen, die nun auf meinem Schreibtisch und auf der Untersuchungsliege ausgebreitet wurden. Nach wiederholtem Sichten, umordnen, durchblättern, prüfen und hinterfragen machte mein Chemiker irgendwann einen etwas hilflosen Eindruck.

Dann erklärte er: „ Ich habe einiges von Ihnen und einiges über Sie gelesen – und ich muß Ihnen sagen, Ihre ganze AK habe ich für absoluten Schwachsinn gehalten. Allerdings haben Sie soeben in Ihrem Test sowohl bei mir als auch an Ihrem Sohn die 6 Produkte herausgefunden, die einen bestimmten Weichmacher enthalten, von dem wir Chemiker sagen, er sei überhaupt nicht herauslösbar. Alle vorliegenden Analysen bestätigen das eindeutig. Nach diesem Test ist Ihr bioenergetisches AK Test-Verfahren allen unseren chemischen Untersuchungen weit überlegen!“ Seitdem ist Ruhe an der „Tupper-Front“.

Seither sind mehr als 15 Jahre vergangen.

Das Atomforschungszentrum in Jülich hat vor ca. 2 Jahren 20 verschiedene deutsche Mineralbrunnen auf Umweltbelastungen untersucht. Ca. zwei Drittel enthielten hormonaktive Substanzen in Konzentrationen, „wie sie im gereinigten Abwasser von Kläranlagen deutscher Großstädte zu finden sind!“ Aus Datenschutzgründen konnten weder die Namen der sauberen noch die Namen der gesundheitsgefährdenden Mineralwässer veröffentlich werden!

Das Bundesamt für Risikobewertung sieht bei solchen Untersuchungsergebnissen „keine akute Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung!“ – So wenig wie aktuell bei den biologischen Dioxin-Hähnchen und Dioxin-Eiern, die ein holländischer Händler mit ukrainischem „Biofutter“ vergiften ließ.

Richtig! Wir können nicht alles vermeiden. – Aber jede erkannte toxikologische Belastung, die wir vermeiden, kann uns und unseren Kindern gesundheitlichen Gewinn bringen!

Ihnen schöne Pfingstfeiertage und vor allem – Gesundheit!

Ihr

Peter-Hansen Volkmann

aus einem z.Z. verregneten
Bella
Venezia